160 Millionen LCD-Fernseher könnten mit Indium aus Bergwerkschlamm produziert werden

In Bergwerkschlamm lagern seltene Hightech-Rohstoffe wie Indium oder Kobalt, die einst achtlos entsorgt wurden. Gefördert vom Bundesforschungsministerium untersuchen Wissenschaftler, wie sich die Rohstoffe umweltverträglich abbauen lassen.

Bergwerkschlamm aus dem Harz macht Hightech möglich
© PT Jülich

Bergwerkschlamm aus dem Harz macht Hightech möglich:  Indium, Kobalt und Gallium lagern in mehr als sieben Millionen Tonnen Schlamm im Harz,  die einst achtlos beim Erzbergbau entsorgt wurden. Wissenschaftler bereiten den umweltverträglichen Abbau der seltenen Hightech-Rohstoffe vor - gefördert vom Bundesforschungsministerium.

Aus den 40 Tonnen Indium, die die Wissenschaftler des CUTEC Umwelttechnik Forschungszentrums bei Goslar im Harz fanden, könnten etwa 160 Millionen LCD-Fernseher produziert werden. Auch 1.300 Tonnen Kobalt wurden gefunden, Material für mehrere Millionen Smartphones.

Fünf Forschungseinrichtungen und fünf Partner aus der Wirtschaft haben den Wertstoffgehalt des Abraums detailliert analysiert. Derzeit entwickeln sie eine Technologie, wie die kostbaren Ressourcen umweltverträglich gefördert und für Hightech-Produkte nutzbar gemacht werden können.

Das Vorhaben ist eines von 40 Projekten des Bundesforschungsministeriums, die innovative Technologien entwickeln, mit denen seltene und wirtschaftsstrategisch wichtige Rohstoffe effizienter genutzt und bereitgestellt werden können - beispielsweise durch die Bergung in heimischen Lagerstätten, durch Recycling oder durch Kreislaufführung. Heute beginnt in Berlin eine Konferenz, auf der die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Forschung vorstellen.

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