240.000 Kilogramm Holz versenkt – für mehr Artenvielfalt und besseres Angeln in Seen

In Holzbündeln, die Wissenschaftler in Baggerseen versenken, sollen Fische, Insekten, Wasservögeln, Amphibien und wirbellosen Tieren eine neue Heimat finden. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt, das für mehr Artenvielfalt sorgen soll.

Ein Holzgreifer versenkt Holzbündel in einem See: Diese sollen zu einem neuen Lebensraum für Fische und andere Wasserbewohner werden. © Bild: Anja Gruner, SFV Helmstedt und Umgebung e.V.

300 kg bringt jedes der 800 Holzbündel auf die Waage. Diese wurden in acht Baggerseen in Niedersachsen versenkt, umso zu einer neuen Heimat von Fischen, Insekten, Wasservögeln, Amphibien und wirbellosen Tieren zu werden. Die mit 10.000 Metern Juteseil verschnürten Holzbündel bestehen aus dünnen und dicken Baumkronenästen und wurden auf jeweils 20 Prozent der Uferlinie mit Hilfe von kiesgefüllten Jutesäcken ins Wasser gelassen.

Dieses Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) wird mit traditionellem Fischbesatz verglichen. So soll ein Verfahren gefunden werden, wie Ökologie und Fischerei besser in Einklang gebracht werden können.

Die Aktion "Baggersee" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Anglerverbands Niedersachsen e.V., dem IGB und der Technischen Universität Berlin. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische Vielfalt" gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesamt für Naturschutz und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.