40 Liter Milch kühlt eine umgebaute Gefriertruhe am Tag

Bei hohen Temperaturen vermehren sich Keime in Milch rasant – ein Problem für afrikanische Kleinbauern. Um ihnen zu helfen, bauen Forscher eine Gefriertruhe in einen dezentralen Milchkühler um – finanziert vom Bundesforschungsministerium.

Ein Afrikanisches Mädchen mit Milch Schnurrbart.
© Thinkstock/karelnoppe

Wissenschaftlerinnen und Forscher aus Deutschland und Afrika arbeiten gemeinsam und interdisziplinär an einer nachhaltigen Landwirtschaft für Afrika. In dem Forschungsprogramm  "Globale Ernährungssicherung" des BMBF geht es um realitätsnahe, einfach umzusetzende Lösungen für die lokale Bevölkerung.

Beispielsweise ist für Kleinbauern in abgelegenen Dörfern die unterbrechungsfreie Kühlung der Milch ihrer Kühe ein großes Problem. Eines der 43 Forschungsprojekte entwickelte daher ein batterieloses System zur dezentralen Milchkühlung für Bauern, die im Schnitt drei bis vier Kühe haben. Zwischen dem Melken und dem Abtransport liegen häufig einige Stunden, in denen sich bei hohen Temperaturen die Keimzahl in der Milch rasant erhöht und sie ungenießbar macht.

Um eine unterbrechungsfreie Kühlung zu ermöglichen wurde eine Gefriertruhe in einen Milchkühler umgerüstet, der an zwei Solarpanele angeschlossen wurde. Er ist für die Verarbeitung von 40 Litern Milch am Tag ausgelegt. Die Energie wird in Form von Eis gespeichert und ermöglicht eine Kühlung rund um die Uhr. Die Förderinitiative "GlobE - Globale Ernährungssicherung" wird vom BMBF mit über 43,5 Millionen Euro über fünf Jahre noch bis Ende 2018 gefördert.

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