Forschung an Fachhochschulen

Das Bundesforschungsministerium unterstützt mit dem Programm "Forschung an Fachhochschulen" die anwendungsorientierte vornehmlich interdisziplinäre Forschung und Entwicklung sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs an Fachhochschulen.

Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert auf technologischen Meisterleistungen, die nur mit hochqualifizierten Fachkräften möglich sind. Fachhochschulen sind in besonderer Weise geeignet, ihre Leistungsdimensionen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedarfe auszurichten. Anwendung, Verwertung und Nutzung stehen im besonderen Fokus von Lehre, Forschung und Transfer. Eine wesentliche Basis für diesen Erfolg ist die Fachkräfteausbildung an Fachhochschulen. Neben der praxisnahen Qualifizierung stehen Fachhochschulen für eine anwendungs- und lösungsorientierte Forschung in enger Kooperation mit den Unternehmen in der Region und darüber hinaus. Sie helfen so, neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen im Wettbewerb zu etablieren. Dies sind genau die Faktoren, die in Zukunft über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und den Wohlstand unserer Gesellschaft mitentscheiden. "Made in Germany" hat nicht zuletzt wegen der weltweit anerkannten deutschen Ingenieurausbildung einen exzellenten Ruf.

130 Fachhochschulen mit 1400 Forschungsvorhaben

Die anwendungsorientierte Forschung und die forschungsorientierte akademische Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses stehen daher im Mittelpunkt des in der deutschen Forschungsförderlandschaft einzigartigen BMBF-Programms "Forschung an Fachhochschulen" mit seinen verschiedenen Förderlinien und -maßnahmen. Der Haushaltsansatz für dieses Programm hat sich seit 2005 von 10,5 Millionen auf 56 Millionen Euro im Jahr 2019 mehr als verfünffacht. Von 2008 bis 2018 haben bundesweit mehr als 130 Fachhochschulen mit über 1.400 Forschungsvorhaben und über 430 Millionen Euro davon profitiert.

Mehrere Förderlinien

Die Förderlinien des Programms "Forschung an Fachhochschulen" eröffnen unterschiedliche Fördermöglichkeiten: Neben der Förderlinie "FHprofUnt" zur Förderung von FuE-Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Unternehmen werden in der Förderlinie "IngenieurNachwuchs - kooperative Promotion" die forschungs- und anwendungsnahe Qualifizierung von Ingenieuren sowie die Etablierung von forschungsstarken ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchsteams an Fachhochschulen unterstützt. Die Förderlinie "Lebensqualität durch soziale Innovationen" (FH-Sozial) verfolgt das Ziel, durch Forschung soziale Innovationen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren.  Die Förderlinie „StartUpLab@FH“ hat zum Ziel, die wissenschaftlich-technischen Rahmenbedingungen für unternehmerisches Denken und für eine praxisnahe Gründungskultur an FH zu unterstützen. Diese soll durch die Einrichtung und den Betrieb von innovativen Forschungsräumen sowie eine intensive Betreuung von Gründungsinteressierten entwickelt werden. Dabei werden auch stets strategische Forschungsaktivitäten an Fachhochschulen durch gezielte Investitionen in Forschungsgeräte mit innovativer Technologie in den einzelnen Fördermaßnahmen adressiert.

Profilbildendes Merkmal der Fachhochschulen

Die Förderung durch das BMBF hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die angewandte Forschung an Fachhochschulen seit den 1990er Jahren neben der praxisorientierten Lehre zu einem zweiten profilbildenden Merkmal der Fachhochschulen entwickelt hat.

Der Haushaltsansatz für das Programm 'Forschung an Fachhochschulen' hat sich seit 2005 von 10,5 Millionen auf 56,0 Millionen Euro im Jahr 2019 mehr als verfünffacht.
Der Haushaltsansatz für das Programm "Forschung an Fachhochschulen" hat sich seit 2005 von 10,5 Millionen auf 56,0 Millionen Euro im Jahr 2019 mehr als verfünffacht. © BMBF