#innovationsland Deutschland: Mut in den Mittelpunkt

Eine neue Kampagne des BMBF stellt Menschen in den Mittelpunkt, die mit Mut und guten Ideen Innovationen in und aus Deutschland vorantreiben. Geplant ist eine Reihe digitaler Formate für alle Interessierten.

Forscherinnen und Forscher aus Deutschland treiben Innovationen weltweit voran. Gemäß dem „Bloomberg Innovation Index 2020“ ist Deutschland gegenwärtig das innovativste Land der Erde und der zweitgrößte Exporteur forschungsintensiver Waren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will diese Vorreiterrolle bewahren und ausbauen - mit gezielten Investitionen in Bildung und wichtige Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologien.

Gerade in den Zeiten der Covid-19-Pandemie wird deutlich, wie wichtig die Arbeit der Forscherinnen und Forscher für die gesamte Gesellschaft ist. Die neue Kampagne des BMBF „#innovationsland Deutschland“ stellt diese Menschen jetzt in den Mittelpunkt.

Innoland
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne im Futurium. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Am 22. September fand die Auftaktveranstaltung der neuen Kampagne im Berliner Futurium statt. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek machte deutlich, dass wir in einer Zeit der Umbrüche leben: „Wir werden sie nur dann meistern, wenn wir mutige Menschen haben, die neue Ideen entwickeln und sie zur Marktreife bringen. Veränderung, Mut, Offenheit - das ist der Kern des Innovationslandes Deutschland!“

Die Kampagne #innovationsland Deutschland wird bis Ende März 2021 mit regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wie Q&A-Sessions, Barcamps und Workshops das Thema Innovation in den Mittelpunkt stellen.

Bei der Auftaktveranstaltung "Perspektiven - das Online-Event" konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger in digitalen Diskussionsrunden auf Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und weitere Persönlichkeiten des Innovationsgeschehens treffen.

„Wir wollen in den kommenden Monaten den Scheinwerfer auf das richten, was Grundlage unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolges ist: die Menschen, die sich dem Neuen verschrieben haben“, sagte Karliczek.

Ob neugierige Schüler, wagemutige Unternehmerinnen, innovative Forscher oder engagierte Ehrenamtliche: Sie alle seien Teil des Innovationslands Deutschland, so die Ministerin. Ziel sei es, diese Vielfalt zu zeigen und die Geschichten der Neugierigen, der Mutigen und derjenigen zu erzählen, die in unserem Land den Blick in die Zukunft richten. „Damit wollen wir Mut und Innovationsoffenheit in Deutschland stärken“, so Karliczek.

Weitere Informationen zur Kampagne und zu den geplanten Veranstaltungen finden Sie auf der Kampagnen-Seite unter https://www.innovationsland-deutschland.de/index.html.

Wer sind die Menschen, die mit ihren Ideen Deutschland und die Welt verändern?

Die neue Kampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung #innovationsland Deutschland macht sie sichtbar. In Videoreportagen, Interviews und Magazinbeiträgen erzählen die ideenreichsten Köpfe Deutschlands auf innovationsland-deutschland.de ihre Geschichten – vom Schüler über die Umweltaktivistin und den Bauingenieur bis hin zur Ärztin. Dabei geht es aber nicht nur um Erfolgserlebnisse, sondern auch ums Scheitern, Hadern und Wiederaufstehen. Bis Ende März teilen Innovatorinnen und Innovatoren aus Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Start-ups, Unternehmen und Verbänden ihre Erlebnisse und erzählen davon, was es heißt, trotz aller Widerstände an eine Idee zu glauben, sich nicht beirren zu lassen und mit einer großen oder kleinen Idee unsere Gesellschaft zu stützen. Die Geschichten dieser Menschen machen Mut – Mut, selbst innovativ und kreativ zu werden.

Adriana Groh #Freiheit

Adriana Groh ist erst 30 Jahre alt, verbrachte ihre Studienzeit in Frankfurt am Main und Maastricht und hat in wenigen Jahren schon so viel auf die Beine gestellt, dass es eigentlich für ein ganzes Leben reicht. Einer ihrer wichtigsten Grundsätze: auch mit Fehlern umgehen zu können und daraus gemeinsam zu lernen. „Ich wünsche mir, dass man sich mal mehr traut, mehr ausprobiert und dass die Fehlertoleranz etwas größer wird“, erklärt die Leiterin des Prototype Fund. Genauso wichtig ist ihr Freiheit – Dinge für sich selbst entscheiden zu können und seinen eigenen Weg zu gehen. Wie sie ihre Freiheitsliebe in technischen und sozialen Innovationen einsetzt und auch für andere erlebbar macht, entdecken Sie hier.

Noah Adler #Tatendrang

Die Gabe, auf andere zuzugehen, Kontakt mit fremden Menschen aufzubauen, hat Noah Adler schon immer geholfen, sich neue Möglichkeiten zu erschließen und Türen zu öffnen. Die Corona-Pandemie brachte den Berliner Schüler dazu, sich denen zu widmen, die von ihr besonders betroffen sind – älteren Menschen und solchen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Was der 16-Jährige mit seinem Tatendrang entwickelte, entdecken Sie hier.

Dr. Anne-Christin Bansleben #Mut

Geholfen und immer wieder neu motiviert hat Dr. Anne-Christin Bansleben auf ihrem Weg etwas, was sie seit Kindheitstagen in sich trägt: ihr „Entdecker-Gen“. Sie hat den Anspruch, Aufgaben und Ergebnisse strukturiert anzugehen und den Mut, spontan und trotzdem unternehmerisch zu handeln. Die 42-jährige Sachsen-Anhalterin ist hartnäckig und wenn sie von etwas überzeugt ist, verlässt sie den sicheren Weg. Wie sie trotz aller Widrigkeiten an ihrer Idee festhielt und einen hart umkämpften Markt mit einem neuartigen Produkt revolutionierte, entdecken Sie hier.

Alexander Giesecke und Nicolai Schork (simpleclub)

Jede und jeder kennt sie aus seiner Schulzeit: die Lehrerinnen und Lehrer, die nicht mehr als zwei Stifte in der bloßen Hand brauchen, um zu erklären, was Vektoren für die Mathematik bedeuten. Auch Alexander Giesecke und Nicolai Schork aus Mosbach in Baden-Württemberg wurden von solchen Menschen unterrichtet, von ihnen gefordert und sprichwörtlich gepackt. Es geht bei dem, was sie bis heute in ihrer Arbeit antreibt, daher überhaupt nicht um „Schul-Bashing“: Alles besser zu wissen, war nie ihr Anspruch. Aber mit dem Wissen, dass Bildung auch anders und alltagsnah vermittelt werden kann, sind sie ihre Aufgabe angegangen. Wie die beiden 24-Jährigen mithilfe von digitalen Tools Schulbuchinhalte neu vermitteln und dabei die Freude am Lernen bei Millionen Schülerinnen und Schülern bundesweit wecken, entdecken Sie hier.

Dr. Frank Hoffmann (discovering hands)

Jede achte Frau in Deutschland erhält in ihrem Leben die Diagnose Brustkrebs. Jährlich sterben 17.000 Frauen an den Folgen. Den Duisburger Gynäkologen Dr. Frank Hoffmann hat das lange beschäftigt und ihn auf eine geniale Idee gebracht. Wie er die Früherkennung von Brustkrebs revolutionierte, ein neues Berufsfeld entwickelt und gleichzeitig Inklusion vorantreibt, entdecken Sie hier.

Lubomila Jordanova (Plan A)

Geduld ist eine Tugend, heißt es ja immer. Für Lubomila Jordanova gilt das nicht. Wenn sie ein Problem sieht, will sie es sofort lösen. Genau diese Eigenschaft brachte sie nach einem Surfurlaub in Marokko dazu, ihre erfolgreiche Karriere als Investment-Bankerin zu beenden und sich einem völlig neuen Themenfeld zuzuwenden. Wie es ihr gelungen ist, ihre fachlichen Kenntnisse, ihre Beharrlichkeit und ihre Überzeugungskraft für den Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen, entdecken Sie hier.