Karliczek: Gute Zukunft für deutsche Wissenschaft geschaffen

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben am heutigen Donnerstag den drei großen Wissenschaftspakten zugestimmt.

Dazu erklärt Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

Die Pakte bringen Verbesserungen in vielen Bereichen rund um die Lehre und Forschung an Hochschulen. © Adobe Stock, BMBF

"Noch nie hat es in Deutschland für Hochschulen und Forschungseinrichtungen so langfristige finanzielle Sicherheit gegeben. Mit den heute verabschiedeten Wissenschaftspakten unternehmen wir in der Hochschul- und Forschungspolitik eine enorme und bisher nie dagewesene finanzielle Kraftanstrengung, die die Weichen für eine gute Zukunft der deutschen Wissenschaft stellt. Wir sichern damit die Innovationskraft – durch herausragende Forschung. Wir sichern den Fachkräftenachwuchs – durch exzellente akademische Bildung. Wir sichern Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand unseres Landes – heute, morgen und in Zukunft.

Wir schreiben den "Pakt für Forschung und Innovation" fort. Bund und Länder investieren 120 Milliarden Euro von 2021 bis 2030 in die außeruniversitäre Forschung. Wir geben unseren hervorragenden Wissenschaftseinrichtungen so viel Planungssicherheit wie noch nie. Und die brauchen wir auch: Lösungen zu finden für die wirklich großen Herausforderungen braucht Zeit. Wir geben ein klares Signal an die Wissenschaft: Exzellenz in der Spitze und Qualität in der Breite gehören in Deutschland zusammen!

Mit dem Zukunftsvertrag "Studium und Lehre stärken" investieren wir in flächendeckende Qualitätsverbesserungen in Studium und Lehre. Bund und Länder geben dafür dauerhaft Jahr für Jahr etwa vier Milliarden Euro zusätzlich zur Grundausstattung in die Hochschulen (zwei Milliarden Euro vom Bund und zwei Milliarden Euro durch die Länder). Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die Hochschulen mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse in der Lehre schaffen können.

Die Lehre soll modern und innovativ sein. Deshalb gründen wir zudem eine Organisationseinheit, die der "Innovation in der Hochschullehre" gewidmet ist: 150 Millionen Euro werden jährlich bereitgestellt, zunächst allein durch den Bund und ab 2024 mit Länderbeteiligung über 40 Millionen Euro, um neue Ideen zu erproben und umzusetzen. Das ist weltweit einmalig."