Karliczek rät zum Maskentragen in Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ für das Tragen von Schutzmasken an Schulen ausgesprochen. Alle Beteiligten stünden vor großen Herausforderungen, betonte sie.

Anja Karliczek
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung. © BMBF/Laurence Chaperon

In drei weiteren Bundesländern ist am Montag (10. August) das neue Schuljahr gestartet – unter Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Schüler an die Schulen zurückgekommen waren, geht es jetzt in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin los. Und das Virus ist dabei allgegenwärtig.

Kein Wunder, dass auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in dem neuen Schuljahr eine Herausforderung sieht, wie es sie in den Schulen "vielleicht noch nie" gab. "Jetzt wünschen sich verständlicherweise viele die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Die persönliche Begegnung ist für den Lernerfolg unstreitig von besonderer Bedeutung“, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Um das so gut wie möglich umzusetzen, appellierte sie an alle Beteiligten, in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen zu tragen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Die persönliche Begegnung sei für den Lernerfolg von besonderer Bedeutung, betonte die Ministerin. Gerade benachteiligte Schülerinnen und Schüler hätten unter den Schulschließungen besonders gelitten. "Denn sie erreichen wir mit digitalen Lernformaten noch nicht gut genug“, so Karliczek. Auch deshalb hätten Bund und Länder in großer Einigkeit ein 500-Millionen-Sofortprogramm vereinbart, "damit sich benachteiligte Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Laptops bei ihren Schulen ausleihen können".

Beim digitalen Lehren und Lernen sei es in der Krise zwar vorangegangen, auch wenn alle Ziele noch nicht erreicht seien, sagte Karliczek weiter: "Die Krise hat uns aber auch die Chancen digitaler Lernformate gezeigt."