Lesestart 1-2-3

Kinder, die mit Büchern aufwachsen, lernen besser Lesen und haben später höhere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg.

Besuch in Kinderarztpraxis Ibbenbüren
Bundesministerin Anja Karliczek übergibt in einer Kinderaztpraxis während einer U6-Untersuchung ein Lesestartset an Thea und Felix. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Jetzt online: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung

Im Auftrag des BMBF wurde "Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen" (2015 bis 2019) wissenschaftlich begleitet. Die zentralen Ergebnisse finden Sie hier.

"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil" – an diesem Spruch ist einiges dran: Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen selbst besser Lesen, sie haben mehr Spaß daran und sie meistern ihren Bildungsweg erfolgreicher. Besonders die Eltern der Kinder spielen dabei eine maßgebliche Rolle: Bereits in den ersten Lebensjahren legen sie den Grundstein für eine ganzheitliche Kindesentwicklung, denn Lesen ist die Grundlage für gute Bildung und gesellschaftliche Teilhabe, Lesestart 1-2-3 trägt dazu bei.

Was Sie zur Initiative Lesestart 1-2-3 wissen müssen, erfahren Sie unter www.lesestart.de unter den folgenden Klappboxen.

Was ist Lesestart 1-2-3?

Der Schwerpunkt liegt auf der frühen Leseförderung der Kinder in den ersten drei Lebensjahren. Lesestart 1-2-3 knüpft an das bisherige Lesestart-Programm der Stiftung Lesen „Lesestart. Drei Meilensteine für das Lesen“ an, das das BMBF seit 2011 fördert. Lesestart 1-2-3 stellt Eltern für deren Kinder in den ersten drei Lebensjahren jeweils ein Buchgeschenk in Form von Lesestart-Sets zur Verfügung.

Wie kann man ein Lesestart-Set erhalten?

Die ersten Lesestartsets werden im Rahmen der U6- bzw. U7-Vorsor­geuntersuchungen in den teilnehmenden Kinderarztpraxen verteilt. Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, können die Familien das Lesestart-Set 3 in der örtlichen Bibliothek erhalten.

Wer unterstützt Lesestart 1-2-3?

Lesestart 1-2-3 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2026 mit rund 21 Millionen Euro gefördert. Umgesetzt wird das Projekt von der Stiftung Lesen. Sie setzt sich seit 1988 mit zahlreichen Initiativen und Aktivitäten für die Leseförderung ein. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Gemeinsam mit den teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen und Bibliotheken wird das Programm umgesetzt. Der Deutsche Kinder- und Jugendärzteverband und der Deutsche Bibliotheksverband sind die starken Partner des Projektes. Die vom BMBF beauftragte kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung des Projektes nimmt die Interval GmbH vor. 

Lesen bringt uns weiter. Lesestart für Flüchtlingskinder

Die Stiftung Lesen setzt durch die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auch das Programm „Lesen bringt uns weiter. Lesestart für Flüchtlingskinder“ um. Es richtet sich an geflüchtete Familien in über 160 Landeserstaufnahmeeinrichtungen bzw. zentralen Unterbindungs-einrichtungen in Deutschland. Das Programm unterstützt geflüchtete Kinder dabei, direkt nach der Ankunft in Deutschland die deutsche Sprache spielerisch zu erlernen. Alle Kinder (0 bis 5 Jahre) erhalten ein persönliches Lesestart-Set. Außerdem werden Lese- und Medienboxen mit Büchern und Spielen in den Einrichtungen bereitgestellt und Praxismappen für das ehrenamtliche und hauptamtliche Personal entwickelt.

Mein erstes Wörtberbuch
© BMBF/Hans-Joachim Rickel