Mit dem DigitalPakt Schulen zukunftsfähig machen

Schülerinnen und Schüler sollen digitale Medien souverän und selbstbestimmt nutzen können. Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder die Schulen digital besser ausstatten. Die Bund-Länder-Vereinbarung ist seit dem 17. Mai 2019 in Kraft.

Ein Schüler des Leininger-Gymnasiums in Grünstadt arbeitet mit dem sogenannten neXboard: An der virtuellen Tafel kann er sich deutschlandweit mit Mitschülern austauschen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Digitalisierung hat die Gesellschaften verändert – und wird sie weiter rasant verändern. Weltweit prägen digitale Medien und Werkzeuge den Alltag vieler Menschen. Dieser Wandel macht auch vor den Klassenzimmern nicht Halt: Damit Schulen im digitalen Zeitalter ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen und Schülerinnen und Schüler auf das Leben gut vorbereiten können, brauchen Schulen gut ausgebildete Lehrkräfte, geeignete pädagogische Konzepte sowie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Das ist das gemeinsame Verständnis von Bund und Ländern. Mit dem DigitalPakt Schule wollen sie die digitale Bildung in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen vorantreiben und den digitalen Wandel in den Schulen gemeinsam gestalten. Ihr Zusammenwirken auf ihren jeweiligen Arbeitsfeldern haben sie in einer Bund-Länder-Vereinbarung geregelt. Die ersten Fördermittel aus dem „DigitalPakt Schule“ sollen noch im Jahr 2019 fließen.

Vom pädagogischen Ziel zur technischen Unterstützung

Ausgangspunkt dafür aufseiten der Schulen sollte ein pädagogisches Konzept und eine genaue Vorstellung davon sein, wie sich die Schule in den nächsten Jahren entwickeln will – mit und durch den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht. Die IT-Ausstattung leitet sich aus diesen Zielen ab.

Mit dem DigitalPakt Schule zielen Bund und Länder auf die flächendeckende Weiterentwicklung aller Schulen ab. Jede Schule hat unterschiedliche und individuelle Startbedingungen. Die Vielfalt didaktischer Konzepte ermöglicht eine große Bandbreite technischer Umsetzungen. Die Schulen, die noch am Anfang stehen, wollen Bund und Länder ebenso mitnehmen wie die digitalen Vorreiterschulen, die es heute bereits gibt. Deswegen wird die geförderte IT-Ausstattung je nach örtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen unterschiedlich sein.

Damit alle Schülerinnen und Schüler – so wie von der KMK in ihrer Strategie vorgesehen – digital arbeiten können, ist nicht nur eine gute Infrastruktur in der Schule, sondern möglichst auch eine breitbandige Anbindung der Schule an das Internet als digitale Infrastruktur nötig. Eine solche Anbindung unterstützt die Bundesregierung bereits mit  der Förderoffensive „Digitales Klassenzimmer“ im Rahmen der „Bundesförderung Breitband“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Durch die Änderung der Förderbedingungen wurde der Kreis der förderfähigen Schulen ausgeweitet. Mit dem Sonderaufruf zur Gigabit-Versorgung von Schulen und Krankenhäusern vom Herbst 2018 ist faktisch jede Schule förderfähig, die nicht bereits über einen Glasfaseranschluss verfügt. Alle Schulen und Schulträger sollten daher prüfen, ob sie durch diese Änderung der Regularien des BMVI profitieren können. Eine Förderung durch das BMVI kann jetzt beantragt werden.

Schulen und kommunale wie private Schulträger sollten einen Gesamtansatz verfolgen. Nur so lassen sich mehrere Ziele erreichen: der Breitbandanschluss bis zum Schulgebäude mit der Förderung durch das Breitbandprogramm des BMVI und der Ausbau des Netzwerks sowie der IT-Infrastruktur auf dem Schulgelände und der Aufbau digitaler Lerninfrastrukturen durch den DigitalPakt Schule.