Mit Foresight in die Zukunft schauen

Welche technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sind in den kommenden 15 Jahren möglich, machbar und wünschenswert? Danach fragt Foresight als Teil der Strategischen Vorausschau des BMBF.

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Welche technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen erwarten uns in der nahen Zukunft? Danach fragt das BMBF in der Strategischen Vorausschau.

© Adobe Stock/SFIO CRACHO

Foresight ist ein strategischer Prozess zur längerfristigen Vorausschau. Analysiert werden mögliche und wünschenswerte Entwicklungen mit einem Zeithorizont von bis zu 15 Jahren. Das BMBF führt bereits seit den 1990er Jahren Foresight-Prozesse mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. In 2019 startete der Dritte Foresight-Prozess und nimmt zu Beginn die Wertevorstellungen unserer Gesellschaft in den Blick.
VORAUS:schau! Orientierung für die Welt von Morgen
Mit VORAUS:schau! startet 2019 ein neuer Foresight-Prozess, um die technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die bis in die 2030er Jahre auf uns zukommen, zu durchleuchten. Dazu geht das BMBF neue Wege: Ein Zukunftsbüro sucht systematisch und mit wissenschaftlichen Methoden nach Trends und Themen, die in Zukunft von Bedeutung sein können. Der Zukunftskreis, ein Gremium aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, berät das BMBF, welche dieser Trends und Themen in weiterführenden Studien näher untersucht werden sollen und für Bildung und Forschung besonders wichtig sind. Gemeinsam entwerfen Zukunftskreis und Zukunftsbüro  Zukunftsszenarien: Es werden Expertenbefragungen durchgeführt und Trends fortgeschrieben, um mögliche und wünschenswerte Zukünfte zu beschreiben. In einem ersten Schritt ist eine Studie über die Veränderung gesellschaftlicher Wertevorstellungen in Deutschland geplant. Welche Werte werden den Menschen in Zukunft wichtig sein? Wer oder was wird Werte vermitteln? Bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich über die Zukunfts-Aktivitäten des BMBF unter vorausschau.de.

Vorangegangene Foresight-Prozesse

Der Foresight-Prozess von 2007 bis 2009 nahm Technologieentwicklungen in den Fokus mit dem Ziel, neue Schwerpunkte für die Forschungs- und Technologiepolitik sowie das Potenzial strategischer Partnerschaften zu identifizieren. Im darauffolgenden Foresight-Prozess (2012-2014) standen die gesellschaftlichen Veränderungen im Mittelpunkt, sowie die Wechselwirkungen von technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen. Die daraus abgeleiteten Szenarien für den Zeitraum bis 2030 wurden abschließend in anschaulichen „Geschichten aus der Zukunft“ festgehalten – Kurzgeschichten über einen fiktionalen Alltag.

Das sind die Mitglieder des Zukunftskreises

Foresight

Die Mitglieder des Zukunftskreises: Sie beraten die Bundesregierung zu Zukunftstrends.

© BMBF/Hans-Joachim Rickel
  • Cornelia Daheim (Vorsitzende): Gründerin und Inhaberin von Future Impacts Consulting; Vorsitzende des German Node des Millennium Project und Senior Fellow des IZT.
  • Prof. Dr. Armin Grunwald (Vorsitzender): Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse – ITAS am Karlsruher Institut für Technologie. Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).
  • Geraldine de Bastion: Geschäftsführende Gesellschafterin des Beratungsunternehmen Konnektiv Kollektiv GmbH mit Sitz in Berlin.
  • Prof. Dr. Dr. Dr. Roland Benedikter: Professor am Willy Brandt Center der Universität Wroclaw/Breslau; Co-Leiter des EURAC Research Center for Advanced Studies Bozen.
  • Dr. Christine Burtscheidt: Leiterin der Abteilung Wissenschaftspolitik und Strategieprozesse der Max-Planck-Gesellschaft.
  • Dr. Karim Fathi: Mitglied der European School of Governance, geschäftsführender Partner der PROTECTIVES GbR, Mitglied der Forschungsgruppe ethisch-ökologisches Rating.
  • Prof. Dr. Veronika Grimm: Professorin für Volkswirtschaftslehre und Leiterin des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie an der Universität Erlangen-Nürnberg, Direktorin des Laboratory for Experimental Research Nürnberg (LERN) und Vorsitzende der Wissenschaftlichen Leitung des Energie Campus Nürnberg (EnCN).
  • Dr. Ute Günther: Vorstand des Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND).
  • Thomas Le Blanc: Autor und Herausgeber, Gründer der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, welche mit über 270.000 Werken inzwischen die größte ihrer Art weltweit ist.
  • Wolf Lotter: Mitbegründer und Redakteur des Wirtschaftsmagazins „brand eins“.
  • Wolfgang Müller-Pietralla: Leiter der Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer, Volkswagen AG und Dozent im Fachgebiet Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin/ Institut Futur.
  • Dr. Heike Riel: IBM Fellow und Executive Director IBM Research Frontiers Institute, Director IoT Technology and Solutions und Mitglied der IBM Academy of Technology.
  • Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer: Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Zentrums Technik und Gesellschaft der TU Berlin, Sachverständige in der Enquete-Kommission Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels des Landes Brandenburg.
  • Dr. Gesa Schönberger: Geschäftsführerin des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS gGmbH).
  • Prof. Dr. Martina Schraudner: Leiterin des Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO), Beauftragte des wiss. Präsidenten der acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
  • Prof. Dr. York Sure-Vetter: Universitätsprofessor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Sprecher des Instituts für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) des KIT.
  • Björn Theis: Head of Corporate Foresight bei EVONIK.