Neuer Kooperationspartner für die Schul-Cloud

Die vom Bundesbildungsministerium geförderte Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts arbeitet künftig mit der Landesinitiative n-21 zusammen, die im Auftrag des Landes eine „Niedersächsische Bildungscloud“ etablieren soll.

Die Bildungs-Cloud Niedersachsens und die Schul-Cloud des BMBF werden verbunden: Jan Renz (HPI), Michael Sternberg (n-21), Minister Grant Hendrik Tonne, Prof. Christoph Meinel, Melanie Rüther (BMBF), Hanno ter Haseborg (n-21). (v.l.n.r.) © Tom Figiel

Schule ist der Ort, um den Umgang mit digitalen Medien auf pädagogisch sinnvolle Art zu vermitteln und digitale Kompetenzen zu erwerben. Darum fördert das Bundesbildungsministerium (BMBF) das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Schul-Cloud, das vom Hasso-Plattner-Institut zusammen mit dem Verein der MINT-ec-Schulen in verschiedenen Bundesländern bereits erprobt wird.

Mit der Schulcloud können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer künftig orts- und zeitunabhängig um mit jedem Endgerät auf digitale Lehr- und Lernangebote zugreifen.

Referenzmodell für eine föderale Infrastruktur

Auf der Bildungsmesse „didacta“ in Hannover hat das Hasso-Plattner-Institut eine Kooperation mit der niedersächsischen Bildungscloud geschlossen - zum Vorteil für beide Seiten. Ziel des BMBF ist es, mit der Schul-Cloud ein Referenzmodell für eine föderal einsatzfähige Schulcloud-Infrastruktur zu entwickeln. Die Schul-Cloud soll ein Lernbaukasten für den digitalen Unterricht sein, daher kommt den Pilotschulen eine ganz wichtige Funktion zu: Sie erproben die Schul-Cloud im Klassenzimmer, bringen Wünsche und Anregungen ein und koppeln ihre Erfahrungen immer wieder an die Entwickler zurück. Mit den rund 50 Pilotschulen aus dem Flächenland Niedersachsen kann die Erprobung der Schul-Cloud durch Lehrer und Schüler in der Praxis nun von den MINT-EC-Gymnasien auf alle Schulformen ausgeweitet werden.

Alle Schulformen vertreten

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka begrüßte die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Für die Schulcloud wird entwickelt, was Lehrkräfte und Schüler als Wünsche für den Unterricht und das Lernen zu Hause formulieren. Durch die Mitwirkung der Schulen entsteht eine stabile Infrastruktur aus der Praxis für die Praxis. Mit den Pilotschulen aus Niedersachsen sind jetzt alle Schulformen vertreten“, sagte die Ministerin. Denn Smartphones, Tablets und digitale Medien seien heute praktische Alltagswerkzeuge für fast alle Jugendlichen. Die Schulcloud solle solche Werkzeuge auch für den Unterricht nutzbar machen, sagte Wanka.