Forschung für Arbeit

Deutschland ist eine der führenden Wirtschafts- und Exportnationen und zählt zu den innovativsten Ländern weltweit. Damit das so bleibt, fördert das Bundesforschungsministerium die Entwicklung neuer Technologien und die Arbeitsforschung.

Technologische Entwicklungen bilden die Grundlage unseres Wohlstandes. © Thinkstock

Die Entwicklung der Menschheit ist durch technologischen Fortschritt geprägt; und stets veränderte der Fortschritt die Gesellschaft. So wie einst durch die Erfindung des Buchdrucks oder des Fließbandes wandeln sich heute Berufsbilder, Arbeitsaufgaben und Tätigkeitsprofile durch die Globalisierung, die demografische Entwicklung und nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung. Viele Branchen stehen dadurch vor Herausforderungen – aber auch vor Chancen. Neue Technologien zu identifizieren und zu erforschen und zugleich den Wandel der Arbeitswelt aktiv zu gestalten, ist das Ziel der vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschung.

Eine Milliarde Euro für technische und soziale Innovationen

Mit dem Förderprogramm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" leistet das Bundesforschungsministerium einen wichtigen Beitrag, um den Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, anwendbare Lösungen zu finden, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen, Arbeit wirtschaftlich und sozialverträglich zu gestalten sowie die Produktions- und Dienstleistungsprozesse effizient und umweltgerecht weiterzuentwickeln.

Projekte, in denen soziale Innovationen erforscht werden, fördert das Bundesforschungsministerium durch das Teilprogramm „Zukunft der Arbeit“. In Forschungsverbünden entwickeln Wissenschaftler und Unternehmer gemeinsam neue Konzepte und Werkzeuge der Arbeitsgestaltung und -organisation in und mit der Praxis. Für das gesamte Programm sind bis 2020 insgesamt Mittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro vorgesehen.

Materialwissenschaft ist Schlüsseltechnologie für Fortschritt

Materialforschung ist eine wesentliche Grundlage für technologischen Fortschritt. Über zwei Drittel aller technischen Neuerungen gehen direkt oder indirekt auf neue Materialien zurück. Das gilt für fast alle Wirtschaftszweige und Bedarfsfelder. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die Materialwissenschaft damit genauso eine Schlüssel- wie eine Querschnittstechnologie – und wird daher intensiv durch das Bundesforschungsministerium gefördert.

Maker-Szene beteiligt Bürgerinnen und Bürgern an aktueller Forschung

Innovationen entstehen mittlerweile längst nicht mehr in den Elfenbeintürmen der Wissenschaftler: Dank Internet und modernster Werkzeuge verwirklichen kreative Tüftlerinnen und Tüftler ihre Ideen in Do-it-Yourself-Projekten auch in offenen Werkstätten, in FabLabs und Hackerspaces. Dort trifft sich die sogenannte Maker-Szene, mit der das Bundesforschungsministerium eng zusammenarbeitet. Damit wird die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an aktueller Forschung gestärkt und die Offenheit für Neues gefördert.

Photonik: Deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer

Um das Medium Licht ist in Deutschland ein Hochtechnologiezweig entstanden. Über 130.000 Menschen arbeiten mittlerweile in der Photonik-Branche und deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer in zahlreichen Bereichen der Photonik wie Lasertechnik, Beleuchtung, Mikroskopie oder Bildgebung. Die Forschungsförderung der letzten zehn Jahre hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Das Bundesforschungsministerium fördert die Zusammenarbeit in der Photonik durch Projekte in einem Umfang von rund 100 Millionen Euro pro Jahr.